"Meine Berufung ist es, Menschen zu helfen"

Nike, Kaatje und Tabea interessieren sich sehr für den medizinischen Bereich. Um sich einen Einblick zu verschaffen, haben sie mit Nikes Schwester Rieke über ihren Beruf gesprochen.

In den Tagen der Berufsorientierung haben wir uns mit mehreren Bereichen auseinandergesetzt, welche zu dem eigenen Berufswunsch führen können. In Hinsicht auf die Zukunft sind wir als Gruppe von drei Schülerinnen (Nike Onkes, Tabea Garmann, Kaatje Hempen) sehr interessiert daran, später möglicherweise unterschiedlichen Bereichen der Medizin zu arbeiten. Um uns eine genauere Vorstellung aus dem Fachbereich „Medizin“ zu holen, haben wir ein Interview mit Rieke Onkes, Schwester von Nike, geführt, welche in Kiel als Pathologin arbeitet.


Wie sind Sie zu dem Beruf gekommen?

Durch die Familie kam ich zu meinem Medizinstudium, denn zwei meiner Schwestern, meine Mutter und ebenfalls einige Familienmitglieder haben bereits vor mir Medizin studiert bzw. sind Ärzt:innen. Zunächst habe ich eine Ausbildung als Krankenschwester gemacht, diese Ausbildung hat mich darin bestärkt, Ärztin zu werden.


Was ist das Tolle an Ihrem Beruf?

Nicht jeder Tag ist gleich, jeder Tag ist anders strukturiert und man hat tagtäglich mit anderen Patient:innen zu tun. Außerdem ist es toll, dass es unterschiedliche Fachrichtungen gibt und man sich unterschiedlich spezialisieren kann. Es ist dadurch möglich, das zu machen, worauf man selber am meisten Lust hat. Es gibt verschiedene Bereiche, in der Klinik oder in einem beratenen Bereich, wie zum Beispiel bei den Krankenkassen zu arbeiten.


Kann man sagen, dass es eine Art Berufung ist, Ärztin zu werden?

Ja, für mich auf jeden Fall, da man Menschen hilft. Man hat auch Freude an der Arbeit, das macht wiederum den Beruf aus.


Wieso ist der Beruf so wichtig?

Das Gesundheitssystem ist super wichtig! Das sieht man momentan auch gut während der Coronapandemie, die Gesundheit ist das wichtigste Gut. Dabei helfe ich Menschen, wieder gesund zu werden. Das ist auch richtig toll.


Aber es gibt doch bestimmt auch Nachteile.

Natürlich wünscht man sich das ein oder andere Mal mehr Freizeit. Das ist mitunter schon belastend. Andererseits sieht man dann wieder, wie vielen Menschen man helfen kann. Es geht hier wirklich auch um Leben und Tod. Das gibt es in dieser Form nicht in vielen Berufen.


Was sind die häufigsten Vorurteile?

Als erstes, dass man so viel verdient. Gerade am Anfang der Laufbahn ist dem mitnichten so: Zunächst kommt das Studium, dann ist man Assistenzarzt, da verdient man noch nicht so viel Geld. Es verlangt durchaus viel Durchhaltevermögen und der Beruf ist nicht immer so schillernd, wie es in vielen Arztserien vermittelt wird und ist dennoch elementar wichtig.


Haben Sie ein Beispiel?

Da kann ich meinen Fachbereich nennen. Als Pathologin hat man nicht nur mit dem Tod zu tun. Die Gedärme, wie beispielsweise der Blinddarm, die werden bei uns in die Pathologie geliefert und wir sind letztendlich dafür zuständig, diese auszuwerten. Das hilft den Ärzt:innen auf Station, die Patient:innen richtig zu behandeln.


Welche Tipps haben Sie für uns als angehende Abiturienten?

Man sollte sich gut überlegen, was man später machen will, denn man arbeitet mindestens 30 Jahre in diesem Beruf, möglicherweise sogar länger. Und man muss Spaß daran haben. Ihr solltet nicht nur an das Geld denken, was man verdienen kann, sondern hauptsächlich wirklich etwas nachgehen, woran man Freude hat und ansonsten kann man anfangs mit einem FSJ oder einer Ausbildung seine Augen öffnen für die richtige Berufswahl.


Fazit: Aus dem Interview können wir mitnehmen, dass das Fach Medizin und der Beruf der Ärztin sehr herausfordernd, aber auch vielseitig, im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig ist und eine große Bedeutung für die Gesellschaft hat. Besonders die Gesundheit der Menschen wird an erste Stelle gesetzt und dafür setzen sich die Ärzt:innen tatkräftig ein.

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