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Hass ist keine Meinung - was tun gegen Hate Speech?

Von Cara-Maria Diemer - Was ist Hate Speech überhaupt? Woran kann man sie erkennen? Warum bedroht sie uns alle? Was können wir dagegen tun? Hier erfahrt ihr mehr.




"Muslime entwickeln sich langsam zu einem bösartigen Tumor, der dringend entfernt werden muss!"  Mit solchen Hassreden hat sich der Evangelische Religionskurs der 10. Klassen bei Frau Meier-Gerhard beschäftigt.

 

Die sogenannten Hate-Nachrichten, auch Hate Speech (deutsch 'Hassrede') genannt, findet man meistens auf den sozialen Plattformen wie Instagram, Tik Tok, Facebook, Twitter, WhatsApp usw. Unter Hate Speech zählen in den meisten Fällen starke Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen gegenüber Menschen, die einer bestimmten, dem Schreiber verhassten Gruppe angehören:  Schwule und Lesben, Menschen mit Migrationshintergrund, Muslime, People of Colour etc. Dabei wird der Einzelne nicht mehr als Mensch gesehen, sondern nur als Vertreter einer Gruppe, die abgewertet wird. Daher sprechen Politikwissenschaftler von "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit".


Dies sorgt vor allem bei den Betroffenen für dauerhafte Angst. In den Berichten Betroffener, die wir im Unterricht bearbeitet haben, berichteten diese davon, dass sie sich nicht mehr getraut haben, alleine das Haus zu verlassen und sich dabei immer mehr von der Außenwelt isoliert haben. Eine weitere Begleiterscheinung neben der Angst sind psychische Probleme wie Depressionen oder in den schlimmsten Fällen auch Selbstmordversuche.

 

Aber wir alle verlieren etwas durch Hate Speech: die vielfältigen Stimmen verschiedenster Menschengruppen. Wenn nur noch rechter, menschenfeindlicher Hass öffentlich wird, ist es vorbei mit unserer offenen Gesellschaft und dann vielleicht auch mit der Meinungsfreiheit, die so wichtig ist für unsere Demokratie. 

 

Ab einem gewissen Punkt ist Hate sogar strafbar beispielsweise bei rassistischen Kommentaren oder direkten Bedrohungen. Gegen Hate gibt es verschiedene Möglichkeiten zu reagieren. Eine Möglichkeit ist es, die Personen, die solche Nachrichten verbreiten, direkt auf den Plattformen zu melden oder sogar anzuzeigen.



Wenn euch das zu viel ist, hilft es meist auch, erstmal mit Freunden oder den Eltern zu reden. Die können einem oft auch schon gut weiterhelfen. Bitte bedenkt immer: Ihr seid nicht allein. Es gibt so viele auf der Welt, die von Hass im Netz betroffen sind. Wenn jemand etwas dagegen tun kann, sind wir das. Wir, die Generation der Zukunft! Beispielsweise mit Counter Speech (deutsch 'Gegenrede'), in der wir eher aufmunternde Kommentare schreiben, die die Leser stark machen und sie nicht runterziehen und die sie sogar verteidigen: "Lasst ihn doch in Ruhe! Er darf machen, was er will. Ich finde gut, dass er ehrliche Videos im Internet teilt. Mach weiter so."


Auf jeden Fall solltet ihr Hass-Posts nicht ignorieren oder gar liken. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr sogar kreativ werden und witzige Memes gestalten oder Gegenkommentare verfassen.



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