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"Nicht ohne meine Kippa!"

  • 20. März
  • 3 Min. Lesezeit

Nie wieder ist jetzt? Im Rahmen der Demokratiebildung sprach Rabbiner Levi Israel Ufferfilge in der LFS über die Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus in Deutschland. Eine beeindruckende und denkwürdige Veranstaltung. Wir danken dem KKV Oldenburg für die Unterstützung.



Rabbiner Levi Israel Ufferfilge ist ein junger Rabbiner, Autor und engagierter Vermittler jüdischen Lebens in der Gegenwart. Bekannt wurde er vor allem durch seine offene, humorvolle und zugleich nachdenkliche Art, Einblicke in den jüdischen Alltag in Deutschland zu geben und Vorurteile abzubauen.

In seinem Buch Nicht ohne meine Kippa! schildert er persönliche Erfahrungen als sichtbarer Jude in der Öffentlichkeit. Dabei verbindet er autobiografische Episoden mit gesellschaftlichen Beobachtungen und zeigt, wie es sich anfühlt, heute in Deutschland mit Kippa unterwegs zu sein – zwischen Neugier, Unwissenheit und auch Anfeindungen.

Nun hatten die Schüler/innen des Jahrgangs 10 die Möglichkeit, ihn und seine Geschichte persönlich kennenzulernen und Fragen zu stellen. Die Veranstaltung war eindrücklich und stimmte an vielen Stellen nachdenklich.


Hier ein paar Stimmen der Schüler/innen aus dem 10. Jahrgang:


Hannah und Julia: "Der Vortrag war sehr gut, interessant und weiterbildend. Besonders schockierend waren Herr Ufferfilges eigene Erfahrungen mit Antisemitismus. Mitgenommenen und zum Nachdenken angeregt haben uns alle Erzählungen, wie beispielsweise die Geschichte, als Herr Ufferfilge mit Kippa in der Bahn saß und eine Mutter zweier Kinder, die sich neben ihn setzten wollten, ihre Kinder ruppig weggezogen hat mit einem Kommentar von wegen man könne sich nicht neben einen Juden setzen.

Das Thema Antisemitismus ist auch nach dem Nationalsozialismus immer noch aktuell, da der Hass auf Juden nicht mit dem Ende des NS-Regimes verschwand. Der Antisemitismus besteht heute in verschiedenen Formen in unserer Gesellschaft. Ein Anstieg des Antisemitismus gab es nach dem 07.10.2023, nach dem Massaker in Israel. Herr Ufferfilge erzählte uns, dass er sich nach den Vorfällen im Nahen Osten in Berlin noch unsicherer fühlte. Häuser und Klingelschilder in denen Juden lebten wurden markiert und er wurde bedroht. Er beschriebt es als ungewöhnlich, wenn er an einem Tag nicht angefeindet wurde."



Rahel (10c): "Meiner Meinung nach, war der Vortrag sehr interessant und informativ. Man hat einen sehr guten Einblick bekommen wie das Leben vieler Juden in Deutschland auch noch Kriegsende war und teilweise noch ist. Ich persönlich habe noch nie Antisemitismus in der Öffentlichkeit mitbekommen und umso schlimmer und erschreckender ist es die Erfahrungen zu hören. Mich hat besonders schockiert als er erzählt hat, wie Herr Ufferfilge auf offener Straße in seinen Bauch geschlagen wurde. Ich lebe in einem Umfeld wo Antisemitismus kein großes Problem ist und ich noch nie Kontakt mit solchen Problemen hatte und mitbekommen habe.

Das Thema Antisemitismus ist jedoch immer noch aktuell, weil viele alte Vorurteile und Verschwörungsmythen über Juden bis heute bestehen. In Krisenzeiten werden Juden häufig fälschlich als Sündenböcke dargestellt. Konflikte rund um Israel können zusätzlich Spannungen verstärken, wenn Kritik in allgemeinen Hass gegen Juden umschlägt. Durch soziale Medien wie Tiktok oder Instagram verbreitet sich sowas besonders schnell und es entstehen viele Fake News." (Rahel, 10c)



Lia, Lena, Carlotta und und Greta (10c): "Wir fanden den Vortrag sehr interessant und informierend. Insbesondere seine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen. Schockierend fanden wir es, als er von der Freundin seiner Oma berichtete, welcher bei einer OP die Eierstöcke entfernt wurden. Dies geschah nur aufgrund ihrer Religion und einem antisemitischem Doktor. Uns war nicht bewusst dass heute der wirkliche Hass gegenüber Jüdinnen und Juden immer noch so präsent ist. Uns wurde klar wie aktuell und problematisch das Thema noch heute ist und, dass mehr über den Umgang untereinander heutzutage gesprochen werden müsse."


Lea (10b): "Der Vortrag des Rabbis war sehr spannend. Ich wusste zwar etwas über das Judentum und einige Traditionen aus dem Religionsunterricht, allerdings nicht wirklich über die Sichtweise heutzutage und es hat mich zutiefst schockiert, als er von den Vorfällen berichtete. Ich hätte um ehrlich zu sein nicht gedacht, das 2026 noch sowas passiert. Jedoch fand ich die anderen Sachen aus seinen Erzählungen ebenfalls sehr spannend und lehrreich. Gerne hätte der Vortrag und der vorgelesene Ausschnitt aus seinem Buch länger dauern können. Ich empfehle es auf jeden so einen Vortrag zu haben auch den Jüngeren Jahrgängen."





 
 
 

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