Wie viel Veränderung passt auf ein Plakat?

Aktualisiert: 4. Apr 2019

Von Johanna Tapper – Endlich engagiert sich die Jugend politisch! Und das auch noch bei einem Thema, das gar nicht genug Medienaufmerksamkeit bekommen kann - dem Klimawandel. Wenn aber weiterdiskutiert wird wie bisher, dann wird Fridays for Future den wohl auch nicht abwenden können.



Johanna, ich habe gestern Abend noch ein Bettlaken besprüht.“, spricht mich eine Mitschülerin beim Gang in den Unterricht an. „Dann haben wir ein Banner und drei Pappschilder.“ Ich fühle mich inzwischen fast ein wenig überrollt von der Bewegung, die aus dem Nichts entstand und inzwischen Thema in Talkshows und an jedem Abendbrottisch ist. Plakate, Aufkleber, Transparente, täglich ein Zeitungsartikel, eine Radiomeldung, ein Podcast über demonstrierende Schüler und ein schwedisches Mädchen, das vor Weltpolitikern ihre Reden hält.

Ich empfinde mich als recht umweltbewusst und fühle mich fast verpflichtet, an der Demonstration teilzuhaben, jedoch frage ich mich langsam: Wo bleibt bei der Organisation und dem Medienhype Platz für inhaltliche Fragen und echte Veränderungen? Bei der Demonstration am 8. Februar fordert ein Redner den sofortigen Sozialismus, um alle Umweltprobleme zu lösen, andere Demonstranten holen sich im Laufe der Zeit Eis in Wegwerfverpackungen aus dem McDonald’s. Schnell kommt man sich fehl am Platze vor, wenn man mit dem Gedanken spielt, einen kritischen Kommentar zu einem doch recht extremen Plakatspruch anzubringen. Und spätestens jetzt stelle ich mir die Frage: geht das hier mit dem Klimaschutz überhaupt noch in die richtige Richtung?

Das europaweite Phänomen Greta beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Demonstrationen, Fridays for Future in Deutschland ist ein aus WhatsApp-Gruppen gesponnenes Netz, das unaufhörlich daran arbeitet, mehr Aufsehen und mehr Engagement zu erwirken. Am 15. März gingen weltweit Schüler auf die Straßen, die Suchmaschine Ecosia hatte sich bereit erklärt, die Aktion auf ihrer Startseite zu vermerken. Auch in Oldenburg liefen die Vorbereitungen. Die Organisation liegt dabei allein bei einer Handvoll Schülern und Studenten, die einen Großteil ihrer Freizeit opfern. Aus der Bundesgruppe werden wichtige Fragen an Delegierte aller Ortsgruppen weitergeleitet, die Entscheidungen erfolgen demokratisch.

Bei einem Organisationstreffen in Oldenburg, zu dem ich aus Interesse auch gehe, besteht die Liste der zu besprechenden Themen aus 15 Punkten, allerdings alle rein organisatorischer Natur. Es gibt inzwischen ein deutschlandweites Spendenkonto, durch das Plakate, Aufkleber und Flyer finanziert werden, bald ist möglicherweise Merchandising zu Werbezwecken in Arbeit. Vernetzung besteht zu lokalen Fernseh- und Radiosendern, Wissenschaftlern aus dem Metier und Politikern, die allerdings für einen Redebeitrag ausdrücklich ihre Parteimitgliedschaft zurückstellen sollen.

Wie kann man am besten Studenten erreichen?“, „Hat noch jemand ein Megafon zu Hause?“ Zu diesen Fragen werden Anrufe getätigt und Listen abgehakt. Nach knapp zwei Stunden ist es draußen dunkel und wir sind erst bei Punkt sechs angelangt, daran lassen sich die unglaublichen organisatorischen Anforderungen verdeutlichen. Für inhaltliche Vertiefung und das Erstellen von Forderungen ist hier erstmal keine Zeit, dafür gibt es eine extra WhatsApp-Gruppe.


Wiederentdecktes politisches Engagement mit modernen Mitteln

Das ist nicht mehr nur das so oft dagewesene jugendliche Rebellieren gegen engstirniges Handeln einer älteren Generation, das ist wiederentdecktes, gesellschaftliches Engagement mit modernen Mitteln, so wie es in einer Demokratie sein soll. Umso wichtiger, dass das Thema Klima jetzt wieder von der Straße in die Parlamente gebracht wird. Tatsächlich quellen soziale Netzwerke und Nachrichtensendungen inzwischen über vor Meinungen zu Fridays for Future.

Man wirft Greta Thunberg vor, von Eltern und Klimaindustrie indoktriniert zu sein und schreckt auch nicht dafür zurück, sie aufgrund ihres Asbergersyndroms zu beleidigen. „Ein 16-jähriges Mädchen, altklug und verhaltensgestört, von Untergangsphantasien verfolgt und von der Idee besessen, die Welt retten zu müssen...“, so beschreibt sie der Rechtsanwalt und Publizist Joachim Steinhöfel. Genauso wenig halte ich von den Kommentaren, in denen Greta und die ach so belesene, engagierte Jugend überschwänglich und völlig generalisiert gelobt werden. Ja, ganz ehrlich, ein Teil der Demonstranten besteht aus Schülern, die ganz einfach eine Möglichkeit zum Schwänzen sehen, und ob sich der übrige Teil regelmäßig mit einer Tasse Tee an den Schreibtisch setzt, um sich ein differenziertes Urteil zum Klimaschutz zu bilden, da wäre ich mir auch nicht so sicher. Dass Greta zur Galionsfigur und Heldin der Jugendbewegung geworden ist, darf niemandem davon abhalten, ihre Forderungen auch kritisch zu hinterfragen.

Kaum spricht eine sechzehnjährige Schwedin den Klimawandel an, dreht sich die Diskussion um diese sechzehnjährige Schwedin, Schüler demonstrieren gegen den Klimawandel, die Debatte dreht sich um die Schulpflicht. Wie sich Lehrer und Politiker zu der Schulpflichtfrage positionieren ist meiner Meinung nach völlig egal, denn wie gut begründet ihre Äußerungen auch sein mögen: sie lenken von der eigentlichen Debatte ab. Kritik ist extrem positiv wie negativ vorhanden, die Anfeindung in jeglichen sozialen Netzwerken zu finden. Nur inhaltliche Auseinandersetzung mit Gretas Wort und Taten sucht man verblüffend lange.

Und selbst als die Schwedin vor einer Woche auf Facebook kurz anriss, dass man über das Potenzial von Atomkraft als Kohlealternative nachdenken sollte, kamen die Entgegnungen schnell und gehässig. „Für Greta Thunberg ist die Atomkraft eine Option. Was heißt das für die Bewegung, die sie als Prophetin verehrt?“, schrieb der Spiegel, als wäre es unvorstellbar, dass eine naturbewusste Klimaaktivistin überhaupt einen Gedanken an Atomkraft zulässt. Die Verbindung von emotionalem Engagement und differenziertem Denken auf Wissenschaftsbasis schien wohl zu widersprüchlich zu sein.

Eine Demonstration ist natürlich niemals differenziert. Allgemeine politische Orientierung spielt eine zurückgestellte Rolle, wenn es einen Anlass gibt, den alle Demonstranten teilen. Und das stellt bei dem brisanten Thema Umweltschutz eine Problematik dar, denn die Frage nach einem Lösungsansatz ist hochkomplex. Eine Demonstration ist aber vor allem auch eine Möglichkeit der Mitwirkung an der Demokratie. Bürger sind zu allen Zeiten dazu aufgefordert, ihrem Denken eine Stimme zu verleihen.

Zu Lösungen führen Debatten und keine Plakatparolen

Unwissenheit ist jedoch bei allen Formen direkter Demokratie eine Problematik. Das ist der Grund, weshalb in Deutschland die Entscheidungen im Bundestag getroffen werden und nicht auf Straßenversammlungen. Zu Lösungen führen langfristig Debatten und keine Plakatparolen. Doch dieser Sprung scheint Demonstranten zu gelingen. In vielen Städten wird gezielt Kontakt zur Gemeindepolitik aufgenommen, ein allgemeines Forderungspapier für Deutschland wurde pünktlich zur globalen Demo am 15. 3. erstellt.

In Frage stellen lässt sich dann auch noch die Authenzität der Demonstranten: Über Luisa Neubauer, die die Proteste in Deutschland öffentlich repräsentiert schreibt beispielsweise die FAZ: „Die „klimabesorgte“ junge Frau hat einen mehrfach größeren CO2-Fußabdruck als der Durchschnittsbürgerund stellt weiterhin dar, dass es zynischerweise die grüne Wählerschaft ist, die den gesellschaftlich höchsten Anteil an CO2 Emissionen zu verantworten hat. Auch das sind Kritikpunkte, die an Fridays for Future durchaus angesprochen werden müssen.


Die Erwartung an Schüler diesbezüglich sind jedoch die eine, die an professionelle Politiker eine andere Sache. Von solchen kann man durchaus eine fundierte Meinung zu den Geschehnissen erwarten, doch diese ist meist floskelhaft und inhaltsleer. Und wenn diese Schüler, die freitagmorgens auf den Straßen statt durch Schulflure laufen, Plakate in die Luft strecken mit der Aufschrift „Wozu soll ich lernen, wenn ich keine Zukunft habe?“, dann klingt das übertrieben, doch sie haben recht: Die Klimaforschung erstellt keine Prognosen wie ein Wetterbericht, sondern errechnet Zukunftsszenarien aus allen Daten, die zur Verfügung stehen.


Folgen des Klimawandels

Die unterschiedlichen Szenarien kommen zustande, da alle denkbaren Natureinflüsse und Grundvorraussetzungen, die auf den Klimawandel einwirken, einzeln und in Verbindung mit allen Effekten, mit einberechnt werden. Durch Vergleiche und Auswertung der Ergebnisse kann man jedoch bestimmte Vorraussagungen annäherungsweise als Fakten betrachten: Die globale Erwärmung bei einer Verdopplung der CO2 Konzentration in der Atmosphäre beträgt 3°C, plus/minus 1°C . Eine Erwärmung unter 2°C ist mehr als unwahrscheinlich, vielmehr ist mit weitaus höheren Temperaturanstiegen zu rechnen, wenn sich Rückkopplungseffekte im erdeigenen Kohlenstoffkreislauf bewahrheiten (wenn bsp. Permafrostböden auftauen und große Mengen des Treibhausgases Methan freisetzen).

Der Klimawandel, der uns erwartet, wenn wir keine Gegenmaßnahmen ergreifen, fördert mit großer Wahrscheinlichkeit den Wohlstandsunterschied zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, begünstigt Wetterextreme und die Ausbreitung von Krankheiten, schafft neue Fluchtursachen und zerstört Ökosysteme. Vielleicht leidet meine persönliche, mitteleuropäische Zukunft nicht unter dem Klimawandel, er widerstrebt dafür umso mehr einer menschlichen Denkweise. Mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich Deutschland aus gutem Grund dazu verpflichtet, dem etwas entgegenzusetzen. Jetzt gilt es nur noch, damit anzufangen und die richtige Taktik für den Kampf auszuwählen.

Denn im Grunde ist genau es das grundlegende Ziel von Fridays for Future, dass wir uns alle, und ganz besonders die Politiker unter uns, mehr mit der Bekämpfung des Klimawandels auseinandersetzen. Und Greta gibt mit ihren Reden tatsächlich Raum für Diskussionen: „Wenn es so schwer ist, in unserem System Lösungen zu finden, dann müssen wir vielleicht das System ändern.“, spricht sie („if solutions within the system are so impossible to find, then maybe we should change the system itself.) und will Panik verbreiten vor der Klimakrise. „Ihr sprecht nur von grünem, ewigem Wirtschaftswachstum, weil ihr zu viel Angst davor habt, unbeliebt zu sein“, das ist außerdem ein Satz ihrer inzwischen weltbekannten Rede bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz. Obwohl sie sich grundsätzlich allen möglichen Lösungen gegenüber aufgeschlossen zeigt, gibt sie hier doch eine Denkrichtung vor. Kein grünes Wachstum? Also gar kein Wirtschaftswachstum?


Grundfrage: Lassen sich Ökonomie und Ökologie vereinen?

Es ist eine der großen Grundfragen in der Klimadebatte: Wie lassen sich Ökonomie und Ökologie vereinen? Kein Zweifel besteht darin, dass durch unseren derzeitigen luxuriösen Lebensstil zu viel CO2 ausgestoßen wird und dass unsere gemütliche Wegwerfgesellschaft zur Vermüllung des Planeten beiträgt. Auf den ersten Blick liegt es nahe, sich vom Gedanken des Wirtschaftswachstums zu entfernen: Eine Gruppe von Wissenschaftlern ist der Ansicht, dass die Lösung von sozialen und ökologischen Problematiken nicht in der stetigen Vermehrung, sondern vielmehr in einer gerechteren Verteilung des derzeitigen Wohlstands liegt. Die „Postwachstumsökonomen“ betrachten Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum als Widerspruch. Konkret könnte das bedeuten: Eine Verringerung der Arbeitszeit mithilfe neuer Technologien und die Begrenzung des Ressourcenverbrauchs durch gezielte Besteuerung. Daraus resultierende staatliche Einnahmen könnten in Sozialprogramme investiert werden. Auch die Einführung eines Grund- und Maximaleinkommens wird im Zusammenhang mit diesen Ideen häufig befürwortet.

Selbstverständlich gibt es auch hier die Gegenseite mit einer völlig konträren Argumentation der „Ökomodernisten“. Wirtschaftswachstum und Klimaschutz seien nicht nur miteinander vereinbar, vielmehr ist eine wachstumsorientierte Gesellschaft die notwendige Basis für ein Umweltbewusstsein und eine veränderte Einstellung zur Natur. Außerdem lässt sich aufzeigen, dass der Klimawandel vor allem durch eins zu lösen sei: effizientere Technologie und Forschung. Und um diese zu garantieren, bräuchte man nun mal eine stetig gewinnorientierte Wirtschaft, soweit eine grobe Zusammenfassung der Kernthesen.


Und auch von Seiten der Wissenschaft findet man Pläne zur Klimaerhaltung, die nicht nur aus konservativer Ecke betrachtet haarsträubend klingen. So lautet beispielsweise eine Idee von Forschern, tonnenweise Eisen an bestimmten Orten ins Meer zu kippen, um dort das Wachstum der Kieselalgen anzutreiben. Diese Algen speichern beim Absterben CO2 und produzieren durch Photosynthese außerdem einen Großteil des Sauerstoffs auf der Erde. Eine solche Maßnahme greift natürlich massiv in das Ökosystem ein, kann ungeahnte Folgen haben (Algen produzieren teilweise Nervengifte, die in zu großer Menge andere Arten gefährden können) und ist bisher verboten. In noch größerem Ausmaß denkt der Forscher David Keith: Er will der Erderwärmung durch einen „Gegenklimawandel“ entgegenwirken. Er schlägt vor, in der Atmosphäre im großen Maße Aerosole, zum Beispiel in Form von Schwefelsäure, freizusetzen, die die Sonnenstrahlen zusätzlich reflektieren und damit eine Erwärmung verhindern.

Es ist unglaublich wie weit die Bandbreite an Vorschlägen inzwischen ist. Ein Indiz für menschliche Innovation - aber ich persönlich weiß nach dem Lesen derartig unterschiedlicher Berichte nicht mehr, welchen Weg es in der Politik einzuschlagen gilt. Wenn ich mir dieser Meinung also nicht sicher bin, bedeutet das, dass ich auf den Demonstrationen nichts zu suchen habe? Die Frage ist schon lange nicht mehr, ob das Klima gerettet werden muss oder wer dafür auf die Straße gehen soll, die Frage ist, so platt es klingt, immer noch: Wie? Wie soll die Menschheit diese Aufgabe angehen und bewältigen? Um direkt auf Greta zu antworten: Ja, vielleicht müssen wir das System ändern, vielleicht auch nicht.

Schülerdemonstrationen als Appell an die Politik

Das zu entscheiden ist jedoch keine Aufgabe von Schülern, umso weniger authentisch ist es deshalb, wenn Politiker uns Unwissenheit vorwerfen. Christian Lindner äußerte sich zuletzt auf Twitter: „Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis. Da hat er recht, und das spricht nicht für ihn: Wenn Politiker selbst zugeben, dass komplexe Klimaentscheidungen nicht im Privaten stattfinden sollten, dann sollten sie sich vielleicht von Schülerdemonstrationen daran erinnert fühlen, sich der Herausforderung endlich selbst wieder anzunehmen.

Um den Klimawandel aufzuhalten, brauchen wie eine nachhaltige Entscheidungsfindung, die nicht auf Kosten von Einkommensschichten geht oder dazu führt, dass sich unsere Kinder in ein paar Jahrzehnten die Haare raufen im Angesicht der Folgen unserer heutigen Entscheidungen, sich dabei wünschen, wir wären klüger gewesen und hätten vielleicht früher, vielleicht entschlossener, aber auch bedachter gehandelt. Was ist nun leichter zu ändern? Das egoistische Wesen der Menschen oder die Sonneneinstrahlung? Ist eine wachstumsorientierte Gesellschaft fatal oder förderlich, braucht es eine drastische Wiederannäherung an die Natur oder sind das verklärte Blicke durch die romantisierende rosa Brille?


Herausforderungen des Klimaschutzes

In Frankreich zeigen sich momentan die verhängnisvollen Nebenwirkungen einer drastischen und schnellen Entscheidung: Sie tragen gelbe Warnwesten und fühlen sich von der Elitenpolitik, die sich neuerdings um Klimaschutz kümmert, völlig abgehängt, nachdem Macron eine strengere Besteuerung fossiler Kraftstoffe durchsetzen konnte. Das zeigt: Klimapolitik darf sich nicht in Bürokratie und Floskeln verirren, Klimapolitik darf keine Einkommensschicht benachteiligen oder Errungenschaften der Demokratie und globalisierten Marktwirtschaft gefährden, denen wir unser Wohlstandsniveau und unsere Lebensqualität zu verdanken haben und die außerdem die globale Armutsbekämpfung vorantreiben. Allein die vorbildliche Lebensführung einiger Schüler und Studenten, die es sich zufällig gerade finanziell leisten können, ein reines Umweltgewissen zu haben, reicht bei weitem nicht aus, um Gerechtigkeit zu schaffen, auch die Politik ist gefragt.

Ergrünung der Erde als Hoffungsschimmer

Die NASA hat im Februar neue Daten veröffentlicht: Verglichen mit dem Zustand vor zwanzig Jahren ist die Erde ist um 5% grüner geworden. Weltweit führend in diesem Prozess sind China und Indien. China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde und kann trotzdem durch systematisches Bäumepflanzen und intensive, flächensparende Landwirtschaft rund ein Viertel des globalen Erfolgs für sich beanspruchen. Die wachsende „Begrünung“ in Industriestaaten kompensiert nicht die Rodung der Regenwälder oder den generellen Verlust wichtiger Biotope, dennoch stimmen die Zahlen optimistisch. Und das haben sie mit den Demonstranten gemeinsam. Sie geben Hoffnung, dass der Mensch den Kampf gegen den Klimawandel immer noch gewinnen kann. Diese Stimmung würde eine gute Grundlage für politisches Intervenieren bilden, für neue Pläne und neue Chancen. Ich werde also dafür auf die Straße gehen, dass diese Pläne und Strategien stärker und differenzierter in der Politik diskutiert werden. Kurz gesagt dafür, dass sich die Politik ihrer Aufgabe wieder annimmt.

Jetzt weiß ich nur nicht, wie ich das alles griffig auf ein Pappschild schreibe.

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