Fridays for Future - Rechtfertigung für Schuleschwänzen?


Von Sophie Katenhusen - Ihr habt bestimmte schon alle von "Fridays for Future" gehört. Morgen findet der "Earthstrike" statt. Doch worum geht es da eigentlich genau?



Das Konzept Schulstreik fürs Klima verbreitet sich schon seit Längerem auch in Deutschland. Die Initiative Fridays for Future, wo die Schüler während der Schulzeit jeden Freitag auf die Straße gehen und demonstrieren, wird zur Zeit sehr kritisiert. Alles fing an im August 2018, als die noch 15-jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg sich mit einem Schild mit der Aufschrift „Schulstreik fürs Klima“ vor das schwedische Reichstagsgebäude in Stockholm setzte. Durch diesen Protest schlossen sich Schüler aus vielen europäischen Ländern ihrer Bewegung an.


In Deutschland fand der erste Protest in Berlin im September 2018 statt und in Oldenburg fingen die ersten Demonstrationen ab November/Dezember 2018 an. Die Streiks sollen Politiker auf den Klimawandel aufmerksam machen, damit sie schnelle und konkrete Gegenmaßnahmen einleiten. Die Schüler und Studenten organisieren diese Freitage immer selbst, aber der Unterrichtsausfall, der zur Erzeugung von Aufmerksamkeit dienen soll, steht derzeit in der Diskussion. Den meisten Schülern wird vorgeworfen, sie würden nur deshalb demonstrieren, damit sie nicht zur Schule gehen müssen. Aber jetzt im Winter, wo die Streiks stattfinden, gehen die Schüler auch bei kaltem und nassem Wetter auf die Straße und außerdem muss man sich erst einmal trauen, die Schule für so etwas zu schwänzen.


Ein viel gelesenes Motto steht auf Plakaten, das danach fragt, wieso man denn als Schüler zur Schule gehen solle, wenn man keine Zukunft habe. Auf der anderen Seite stellen sich viele Erwachsene auch die Frage, ob die Demonstrierenden überhaupt wissen, für was sie gerade überhaupt streiken und was sie auf ihre Plakate schreiben. Auch Angela Merkel äußerte sich positiv zum Engagement der Schüler.


Aber zurück nach Oldenburg: Am 8. Februar dieses Jahres versammelten sich rund 800 Schüler aus verschiedenen Schulen am Hauptbahnhof, obwohl ursprünglich nur 200 kommen wollten. Die Schüler zogen durch die ganze Oldenburger Innenstadt ab 10 Uhr und alles war nur über soziale Medien geplant worden. In Niedersachsen und Bremen gehen auch jeden Freitag Tausende von Schülern auf die Straße und demonstrieren. Viele Lehrer beschweren sich natürlich darüber und fragten sich, warum diese Streiks nicht außerhalb der Schulzeit stattfinden können, jedoch werde letztendlich in der Schule zu wenig zum Thema Klimawandel gemacht, wie andere sagen. Am 15. März soll es übrigens den „Earthstrike“ geben, wo Schüler aus Deutschland, Großbritannien, Australien, Belgien, Frankreich und aus den Niederlanden und der USA Schüler weltweit demonstrieren sollen.

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